Über mich

Wer ich bin

Ich bin Giulia, Jahrgang ’78 – 3 Söhne, ein Mann und 2 Kater. Ich stamme aus Italien und lebe seit nun über 20 Jahren in Deutschland.

Ursprünglich komme ich aus der Philosophie und Sprachdidaktik. Seit fast 20 Jahren unterrichte ich an der Universität Göttingen Italienisch. Die Freude am Unterrichten, am Erklären, am gemeinsamen Denken und Wachsen hat mich nie verlassen. Sie hat nur seit ein paar Jahren eine neue Form gefunden: die Yogamatte.

Ich bin neugierig von Natur aus. Ich mag Fragen mehr als Antworten, und wissenschaftliche Erklärungen beruhigen mich – auch wenn ich inzwischen akzeptiert habe, dass nicht alles erklärbar sein muss. Diese Spannung zwischen Kopf und Körper, zwischen Analyse und Erfahrung, zieht sich durch alles, was ich tue.

Neben Yoga beschäftigt mich gerade das Philosophische Counseling – die Idee, dass Philosophie kein reines akademisches Fach ist, sondern eine Lebenshaltung: eine Art, mit sich und der Welt in Kontakt zu kommen und zu bleiben.

Und genau das ist Yoga für mich: der Raum, wo Körpererfahrung und gelebte Philosophie eins werden.

almayoga – vom Lateinischen almus, nährend, lebensspendend – steht für mich an der Schnittstelle von allem: Lehren, Denken, Bewegen.


Mein Yogaweg

Meine erste Yogastunde vor etwa 20 Jahren endete mit einem klaren Versprechen an mich selbst: „Nie wieder!“ Ich kam verschwitzt und empört raus. Und meinte das ernst.

Und trotzdem hat Yoga mich irgendwann erwischt. Leise, fast unbemerkt. Zuerst als kleiner Raum für mich – bewegungsfokussiert, körperbetont. Aber dann wollte ich wissen, was dahintersteckt. Warum tun Asanas gut? Was passiert im Körper beim Atmen? Ich hatte typisch westliche Fragen: Funktioniert das überhaupt? Und wenn ja – warum?

Wissenschaftliche Erklärungen beruhigen mich immer noch. Aber ich habe auch akzeptiert: Yoga erklärt sich selbst, wenn man ihm Zeit gibt. Die Fragen werden leiser. Der Weg wird wichtiger als das Ziel.

Während meiner Ausbildung begann die Pandemie. Und meine Mama bekam die Diagnose Krebs, viertes Stadium. Zufälle, die meine Praxis tief geprägt haben.

Als ich meine Yogalehrerinnen-Ausbildung begann, ahnte ich nicht, dass man nie aufhört, selbst Lernende zu sein – egal wie viele Stunden und Zertifikate man sammelt. Und so verstehe ich meinen Yogaweg: ein ständiges Wandeln. Ganz nach den Yoga Sutras [YS 2.1] und ihrer Interpretation durch T.K.S. Desikachar – die Disziplin, die eigenen Glaubenssätze und Muster zu erkennen, sie immer wieder zu hinterfragen und zu verändern, und die Kraft zu nähren, das anzunehmen, was sich nicht ändern lässt.

Deshalb beobachte ich auch, wie sich mein Unterricht mit der Zeit wandelt. Die Fähigkeit, die Praxis an die Praktizierenden und die Situation anzupassen – um etwas anzubieten, das inklusiv und respektvoll ist, offen für die eigenständige Erkundung des Körpers, das die Wahrnehmung des Atems und der Vorgänge im Geist stimuliert. So verstehe ich Yoga im Moment – dank der Impulse der Lehrenden und Praktizierenden, die mich auf meinem Weg begleitet haben.

Von manchen möchte ich namentlich danken. Alex Kröker und das Team von Element Yoga haben mir Präzision gegeben: in der Anleitung, im Stundenaufbau, in der Methode. Jivana Heyman und das Accessible Yoga Team haben mir gezeigt, was es bedeutet, eine wirklich inklusive Praxis zu gestalten – dass Yoga für alle da sein kann. Und dann sind da T.K.S. Desikachar, Leslie Kaminoff und Vanda Scaravelli – ihre Worte, ihre Leidenschaft, ihre Art, Yoga zu denken, haben mich tief berührt und mir geholfen, eine Haltung zu finden.


Wie ich unterrichte

Vollgestapelte Matten sind nicht mein Ding. Ich unterrichte am liebsten in kleinen Gruppen und im Kursformat – weil Yoga für mich ein Dialog ist, ein gemeinsamer Weg und nicht etwas, was man ad hoc zwischen zwei Terminen einschieben kann.

Mein Unterricht ist geprägt von der Methodik von Element Yoga, die eine besondere Lesart des Körpers und der Asanas durch die ayurvedischen Elemente anbietet, und stark inspiriert von der Desikachar-Linie – die den Menschen in den Mittelpunkt stellt, nicht die Form. In der Praxis bedeutet das: keine Einheitslösung, kein „alle machen dasselbe“. Mein Unterricht besteht aus Angeboten, Optionen und Ideen – anpassungsfähig und offen. Und aus der Einladung, die Form jedes Mal neu zu verkörpern und zu erleben. Denn nur so kann Yoga uns etwas lehren – über unseren Körper und unseren Geist. Ich begleite die Praxis durch Beobachtung und Einladung, damit jeder für sich einen kostbaren Raum der Freiheit auf der Matte finden kann.

In diesem Prozess ist der Atem der Schlüssel und der rote Faden jeder Stunde: sein Fließen zu beobachten und zu interpretieren, mehr als zu kontrollieren – im Sinne von Krishnamacharyas Verständnis von prāṇāyāma – nicht Kontrolle, sondern Befreiung und Ausdehnung des prāṇa.

Ich glaube an eine inklusive Praxis – offen für unterschiedliche Körper, Voraussetzungen und Lebenssituationen. Yoga gehört allen. Deshalb habe ich mich bewusst entschieden, vor allem in Settings zu unterrichten, die für alle zugänglich sind: im Verein und in Präventionskursen, die von gesetzlichen Krankenkassen bezuschusst werden können. Darüber hinaus biete ich Privatstunden und Mini-Gruppen an – für alle, die eine individuellere Begleitung suchen. Die Kosten werden dabei nach Möglichkeit individuell vereinbart.


Qualifikationen

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